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Zum Start ins neue politische Jahr spricht Gordon Repinski mit Ulf Poschardt,
Herausgeber der „Premium-Gruppe“ des Axel Springer Verlags, zu der neben der
WELT-Gruppe auch POLITICO Deutschland und Business Insider Deutschland gehören,
über den Zustand der deutschen Politik und die Frage, ob vor dem Land ein
Umbruch aus der Mitte oder von den Rändern steht. Im Zentrum des Gesprächs: die
Zukunft der demokratischen Mitte, die Rolle des Journalismus und die wachsende
Fragilität des politischen Systems.
Ein weiterer Schwerpunkt: Die Wirtschaft und Reformpolitik. Poschardt fordert
eine radikale wirtschaftspolitische Wende. Steuervereinfachung, Abbau von
Bürokratie, Neuordnung des Sozialstaats und Orientierung an Modellen wie
Dänemark oder Ludwig Erhards sozialer Marktwirtschaft.
Ein streitbares Gespräch über Macht, Medien, Verantwortung und die Frage, wie
Deutschland politisch durch das Jahr 2026 kommen kann.
Das Berlin Playbook als Podcast gibt es jeden Morgen ab 5 Uhr. Gordon Repinski
und das POLITICO-Team liefern Politik zum Hören – kompakt, international,
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Tag - Bürokratieabbaugesetz
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Gesetze abschaffen statt neue schaffen: Das Kabinett hat sich ganz dem Thema
Bürokratieabbau verschrieben. Acht Gesetzesentwürfe sollen 100 Millionen Euro
sparen. Rixa Fürsen spricht mit Rasmus Buchsteiner darüber, wie realistisch
dieses Ziel ist, warum Digitalminister Karsten Wildberger zufrieden wirkt und
weshalb Industrie und Wirtschaft deutlich mehr erwarten.
Danach geht es um Energiepolitik. Gemeinsam mit Josh Groeneveld aus dem POLITICO
Energie & Klima-Team geht Rixa der Frage nach, ob Deutschland wirklich ein
Comeback der Atomenergie plant. Nach Aussagen von IAEA-Chef Rafael Grossi soll
Wirtschaftsministerin Katharina Reiche Interesse an kleinen modularen Reaktoren
signalisiert haben. Offiziell dementiert die Bundesregierung, aber die Debatte
könnte damit zurückkehren.
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ihr hier.
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Vom CEO-Posten ins Kabinett: Deutschlands erster Digitalminister Karsten
Wildberger im Interview mit Gordon Repinski. Er verspricht die digitale
Brieftasche für alle Bürger – und nennt einen konkreten Zeitplan, wann der
Personalausweis aufs Handy kommt.
Außerdem erklärt Wildberger seinen 4-Punkte-Plan zur Entbürokratisierung des
Staates, warum er mehr Begeisterung für Künstliche Intelligenz in Deutschland
fordert und und der Minister spricht über politische Botschaften, seinen Umgang
mit dem Beamtenapparat und weshalb er Altersgrenzen für Social Media
unterstützt.
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Was Deutschlands neue Rolle im Welthandel bedeutet – verständlich, relevant, auf
den Punkt.
Von TOM SCHMIDTGEN
Mit LAURA HÜLSEMANN und ROMANUS OTTE
Im Browser anzeigen oder hier anhören.
— Kanzler und Wirtschaftsministerin drängen in der EU auf eine
wirtschaftsfreundliche Linie. Oft mit Erfolg, wie Romanus Otte analysiert.
— Die Sorge vor einem Scheitern der Zoll-Verhandlungen wächst. Fraglich ist, ob
Brüssel und Berlin dasselbe Ziel haben.
— Die CDU/CSU-Fraktion hat Eckpunkte für Anreize gegen den Fachkräftemangel
beschlossen, die POLITICO vorliegen.
Guten Morgen und willkommen bei Industrie & Handel. Heute gilt: Nach dem
Nato-Gipfel ist vor dem EU-Gipfel.
Senden Sie Tipps an rotte@politico.eu, tschmidtgen@politico.eu,
lhulsemann@politico.eu, tmumme@politico.eu und jkloeckner@politico.eu.
Oder folgen Sie uns auf X: @TommesFrittes, @HulsemannLaura, @ThorstenMumme &
@herrkloeckner
THEMA DES TAGES
DRUCK, DRUCK, DRUCK: Friedrich Merz reist heute erstmals als Kanzler zum
EU-Gipfel. Neben den Themen Ukraine, Migration und Zölle (unten mehr) hat Merz
in Brüssel eine besondere Mission.
Er will die Wirtschaftswende à la Deutschland in die EU bringen, hören
POLITICO-Kolleginnen und Kollegen in vielen Gesprächen in Berlin und Brüssel.
„Deutschland ist zurück“, lautet Merz’ Mantra. In der EU hat das zwei Folgen.
Die schwarz-rote-Bundesregierung dreht die Wirtschaftspolitik auf rechts. Und
Merz macht den Anspruch deutlich, diese Linie auch in Europa durchzusetzen.
Neue Inhalte, neuer Stil: Deutlich wurde das zuerst bei der Lockerung der
Lieferkettenrichtlinie sowie am Streit um die geplante Richtlinie gegen
Greenwashing in der Werbung.
Die Green-Claims-Richtlinie wurde auch durch Druck aus Deutschland zur Kampfzone
zwischen Parlament und Kommission (mehr hier).
Erst nein: Am Freitag hatte es noch geheißen, die Richtlinie werde
zurückgezogen.
Dann vielleicht: Gestern stellte ein EU-Beamter, der Kommissionschefin Ursula
von der Leyen nahesteht, gegenüber meinen Kollegen Marianne Gros und Karl
Mathiesen klar: „Zu keinem Zeitpunkt hat es einen Rückzieher bei der
Verpflichtung zu den Green Claims gegeben.“
Merz ficht den Streit nicht an. Unterstützt wird er von der EVP-Fraktion. Deren
Chef Manfred Weber nannte die Debatte um die Green-Claims-Absage im Interview
mit meinen Kollegen Oliver Noyan, Rasmus Buchsteiner und Hans von der Burchard
„grotesk“ (mehr hier).
Omnibus? Güterzug! Merz und Wirtschaftsministerin Reiche verweisen auf mehr als
1000 Rechtsakte der EU. Um sie zu verschlanken, brauche es keinen Omnibus, sagt
Reiche, sondern einen australischen Eisenerz-Güterzug. Die längsten haben 655
Waggons.
‚Ich will alles.’ In Brüssel werde Merz heute seine Themen Wettbewerbsfähigkeit
und Bürokratieabbau pushen, erfuhr meine Kollegin Nette Nöstlinger aus
Regierungskreisen in Berlin.
BEISPIEL INDUSTRIESTROMPREIS: Bei ihrem Amtsantritt hatte Reiche noch gewarnt,
für die geplanten Subventionen für Strompreise und neue Reserve-Gaskraftwerke
müsse sie in Brüssel noch „dicke Bretter“ bohren.
50 Tage später ist das Brett durch. Brüssel macht den Weg für den
Industriestrompreis frei. Die Kommission veränderte den Beihilferahmen so, dass
Strompreis-Subventionen für besonders energieintensive Unternehmen möglich
werden.
Was erlaubt wird: Subventionen dürfen den Marktpreis um bis zu 50 Prozent senken
— bis zur Hälfte des Stromverbrauchs einer Firma und nicht unter 50 Euro je
Megawattstunde.
Befristung: Die Beihilfen dürfen maximal drei Jahre pro Unternehmen gewährt
werden und müssen spätestens Ende 2030 auslaufen.
Klima-Investitionen: Unternehmen müssen die Hälfte der Beihilfen innerhalb von
vier Jahren in die Senkung ihrer CO2-Emissionen investieren. Förderfähig sind
erneuerbare Energien, Speicher, CO2-armer Wasserstoff und unter Umständen auch
Gas und Atomkraft.
Reiche begrüßte den Schritt. Offiziell zumindest. In einer Fragestunde im
Bundestag kritisierte sie aber die Befristung und Auflagen: „Da sind wir noch
nicht durch.“
ZÖLLE
ZOLL-ZWEIFEL: Christian Forwick, Abteilungsleiter Außenwirtschaft im
Wirtschaftsministerium, äußerte Zweifel, ob ein Abkommen vor Ablauf der
Trump’schen Frist realisierbar ist.
„Wir sehen immer noch eine Menge Turbulenzen. Ich bin nicht sicher, ob der 9.
Juli, was auch immer dabei herauskommt, der richtige Termin ist“, sagte Forwick
bei einer Diskussion des Aspen Institute, die mein Kollege Jürgen Klöckner
moderierte.
Hoffnung: „Aber ich bin mir sicher, dass wir uns in die richtige Richtung
bewegen“, sagte Forwick. Er hatte Reiche vergangene Woche nach Washington
begleitet und US-Finanzminister Scott Bessent und den US-Handelsbeauftragten
Jamieson Greer getroffen.
10-Prozent-Frage: Die Regierung könne mit einem niedrigen Basiszoll leben —
wenn er Berechenbarkeit bringe. „Wenn wir Zölle alle paar Wochen ändern, ist es
für Unternehmen nicht möglich, die notwendige Planung vorzunehmen“, sagte er.
Aber 25 Prozent? Das sei ein No-Go. „Ich denke zum Beispiel an den
Automobilsektor — da gibt es einen sehr hohen Zoll von 25 Prozent“, sagte
Forwick. Das wäre „wirklich das Ende einiger Handelsbeziehungen“. Sektoren wie
Pharma, Halbleiter und Flugzeuge seien wegen ihrer starken Verflechtungen
besonders anfällig.
NUN LIEFERT MAL: Beim EU-Gipfel in Brüssel erwarten die Staats- und
Regierungschefs heute ein Update der EU-Exekutive zu den Gesprächen mit der
Trump-Administration.
Merz will auf schnelle, schlanke Abkommen zu den größten Wirtschaftszweigen
drängen. Ihn treibt die Sorge um, dass Brüssel einen umfassenden Handelsrahmen
ausarbeiten könnte, bei dem die wichtigsten deutschen Industriebranchen
schlechter wegkommen.
Die Beibehaltung der gegenseitigen Zölle „ist nicht das Mandat, das wir der
Europäischen Kommission erteilt haben“, sagte ein EU-Diplomat unseren Kollegen
Camille Gijs and Jordyn Dahl in Brüssel.
Mehr zum Stand der Zoll-Debatte und den deutschen Sorgen finden Sie hier.
FACHKRÄFTEMANGEL
AN DIE ARBEIT: Die CDU/CSU-Fraktion hat erste Vorschläge zu den im
Koalitionsvertrag vereinbarten Arbeitsanreizen gegen den Fachkräftemangel
beschlossen. Die Eckpunkte liegen meiner Kollegin Pauline von Pezold vor.
1. Aktivrente: „Wir wollen Arbeiten im Alter attraktiver machen“, heißt es zur
Aktivrente (hier). „Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht und freiwillig
weiterarbeitet, wird sein Gehalt bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei
erhalten.“
Wichtig: Der „neue Freibetrag soll zusätzlich zum Grundfreibetrag gelten“. Die
SPD wollte bisher lediglich den Grundfreibetrag auf 2000 Euro aufzustocken.
Aktivrentner sollen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung
zahlen. Damit sie weiter für ihren Arbeitgeber arbeiten können, soll für sie das
Vorbeschäftigungsverbot für befristete Verträge aufgehoben werden.
2. Überstunden: Zuschläge für Überstunden jenseits der Vollzeitarbeit sollen
steuerfrei werden (hier). Als Vollzeit sollen für tarifliche Regelungen
mindestens 34 Stunden und für nicht tariflich festgelegte Arbeitszeiten 40
Stunden pro Woche gelten.
3. Aufstockung von Teilzeit: „Wenn Arbeitgeber eine Prämie zur Ausweitung der
Arbeitszeit zahlen, werden wir diese Prämie steuerlich begünstigen“, heißt es in
dem Papier (hier). Steuerfrei sind für eine dauerhafte Erhöhung der
wöchentlichen Arbeitszeit gewährte Prämien bis maximal 225 Euro/Stunde und
insgesamt 4.500 Euro.
ARBEITSKOSTEN
DER NÄCHSTE SCHRITT BEIM RENTENPAKET: Arbeitsministerin Bärbel Bas konkretisiert
die Rentenpläne der Regierung: Sie will die Mütterrente ausweiten, das
Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent festschreiben — und dennoch sollen die
Beiträge in dieser Wahlperiode nicht stärker steigen als sie es ohnehin getan
hätten.
Die Details: Rasmus Buchsteiner hat den Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums
eingesehen, der nun im Kabinett abgestimmt werden soll. Demnach soll die
Mütterrente für Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern erst 2028 starten. Die
Haltelinie für das Rentenniveau würde erstmals 2029 greifen.
Die Finanzierung: Die Kosten von rund 14 Milliarden Euro bis Ende 2029 übernimmt
der Bund aus Steuergeld. Der Beitragssatz steigt laut Gesetzentwurf von heute
18,6 Prozent auf 20,0 Prozent im Jahr 2028.
AUTOINDUSTRIE
NICHT MEHR GELADEN LADEN: Die technischen Anforderungen an öffentlich
zugänglichen Ladepunkten für E-Autos sollen vereinheitlicht werden. Meinem
Kollegen Lars Petersen liegt der Referentenentwurf der überarbeiteten
Ladesäulenverordnung aus dem BMWE vor (hier).
Einmal hin, alles drin: Die Regelung soll den Wildwuchs bei Steckerformaten,
digitaler Vernetzung und Authentifizierung eindämmen und gleichzeitig für
weniger Bürokratie bei den Betreibern sorgen. Sie sollen Nachweise über
technische Standards nur noch auf Anforderung vorlegen müssen.
Auch die Meldeverfahren für In- und Außerbetriebnahme sowie Betreiberwechsel
sollen leichter werden. Die Bundesnetzagentur erhält dafür erweiterte Kontroll-
und Sanktionsbefugnisse.
Zeitplan: Deutschland passt damit sein Recht an die europäische AFIR-Verordnung
an. Bis zum 4. Juli ist der Entwurf in der Verbändeanhörung.
MERCOSUR
VEREINT IM PROTEST: Frankreich und Polen haben gemeinsam Kritik am
ausgehandelten Mercosur-Abkommen geübt. Die Agrarminister warnten, das Abkommen
könne Proteste ihrer Landwirte auslösen, da es den Markt mit billigen Importen
aus Südamerika fluten würde.
Sie werfen der EU-Kommission vor, heimlich verhandelt und die Interessen der
Landwirte missachtet zu haben. Brüssel schlägt zwar ein Zusatzprotokoll und
einen Ausgleichsfonds vor, doch das überzeugt Paris und Warschau nicht.
Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli will die EU-Kommission den
Mitgliedstaaten den finalen Text des Abkommens vorlegen.
ETS2
WEITERE ENTLASTUNGEN: 16 der 27 EU-Länder wollen die bevorstehende
CO₂-Bepreisung für Autos und Heizungen ändern. Das geht aus einem Dokument
hervor, das unserer Kollegin Louise Guillot vorliegt (hier).
Deutschland unterstützt den Vorstoß. An dem Arbeitspapier schrieb auch die
Fachebene aus Berlin mit. Mit großen Preissprüngen sei niemand geholfen — auch
nicht dem Klima, hört Laura Hülsemann aus dem Umweltministerium.
Strg + Entf: Gestern hat Deutschland erstmals Zertifikate gelöscht. Insgesamt
wurden CO2-Zertifikate im Wert von 514.000 Tonnen vom Markt genommen.
Grund ist der Kohleausstieg und die dadurch wegfallenden Emissionen. Durch die
Löschung wird der sogenannte „Wasserbetteffekt“ vermieden und es dürfen nicht
mehr an anderer Stelle Klimagase ausgestoßen werden.
Mehr dazu hier.
ANSIEDLUNGSPOLITIK
SECHS AUF EINEN STREICH: Sechs Konsortien aus Deutschland haben sich bislang für
den Bau einer AI Gigafactory beworben. Die Zahl nannte das
Forschungsministerium.
„Als Bundesregierung haben wir allen deutschen Bewerbern zugesichert, ihre
Interessensbekundung gegenüber der EU-Kommission zu unterstützen“, sagte eine
Sprecherin zu Tom Schmidtgen auf Nachfrage.
Kanzler Merz hatte am Montag beim Tag der Industrie gesagt, dass Deutschland
„vielleicht eine, vielleicht zwei, sogar drei große Gigafactories“ bauen
könne.
Fünf AI Gigafactories will die EU ausschreiben und fördern. Sie bestehen aus
mehr als 100.000 speziellen Chips und sind für Anwendungen der Künstlichen
Intelligenz essenziell. Die Frist lief am 20. Juni aus.
Druck aus Dresden: Sachsen fordert, bei den Chips europäische Hersteller zu
priorisieren. Es müsse ein „Anliegen sein, auch europäische Technologien“ zu
berücksichtigen, sagte ein Regierungssprecher zu Tom. Dafür solle „die
öffentliche Beschaffung als strategisches Instrument genutzt werden“. Sachsen
hat mit dem „Silicon Saxony“ die größte Halbleiterproduktion in Europa.
HABECK KAM NICHT: Die Nachricht, über die POLITICO schon am Montag berichtet
hatte, erreichte Robert Habeck offenbar erst gestern: Er sollte im
Haushaltsausschuss zur geplatzten Northvolt-Förderung aussagen.
Party statt Northvolt: Offenbar wurde vergessen, Habeck rechtzeitig vorzuladen,
berichtet der Spiegel. Das Sekretariat habe nur die Tagesordnung aktualisiert,
ihm aber erst am Mittwoch kurz vor 11 Uhr geschrieben. Die Folge: Er kam nicht.
Der Tagesordnungspunkt wurde wegen einer Ausschuss-Grillparty am Abend fallen
gelassen.
Union sauer: „Das ist ein verantwortungsloses Machtspiel“, sagte
Unions-Fraktionsvize Sepp Müller zu Tom. Habeck gehe es nicht „um
wirtschaftliche Sorgfalt, nicht um parlamentarische Kontrolle“.
Nachfolgerin Reiche sagte in ihrer Regierungsbefragung, Habecks Entscheidung für
Northvolt sei mit guter Absicht getroffen worden, habe sich aber als
„fehlerhaft“ erwiesen.
HEUTE WICHTIG
— WIRTSCHAFTSWENDE: Um 9 Uhr berät und beschließt der Bundestag den
Investitions-Booster. Hier geht’s zur Tagesordnung.
— JAPAN: Um 13.30 Uhr tauscht sich Forschungsministerin Dorothee Bär mit dem
japanischen Minister für wirtschaftliche Sicherheit, Minoru Kiuchi, aus.
— SPD: Um 14:15 Uhr nimmt Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth an einer
Paneldiskussion zum Clean Industrial Deal beim Wirtschaftsforum der SPD teil.
Das war Industrie und Handel — das Wirtschaftsbriefing von POLITICO. Vielen
Dank, dass Sie uns lesen und abonnieren. Bis zur nächsten Ausgabe!
Was Deutschlands neue Rolle im Welthandel bedeutet – verständlich, relevant, auf
den Punkt.
Von TOM SCHMIDTGEN
Mit LAURA HÜLSEMANN, JÜRGEN KLÖCKNER und ROMANUS OTTE
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TOP-THEMEN
— Unternehmen sollen nicht für die Lieferkette ihrer Zulieferer haften, findet
die Bundesregierung, wie uns Stefan Rouenhoff im Interview sagte.
— Merz bricht am Wochenende zum G7-Gipfel nach Kanada auf – wo es um Rohstoffe
und den Umgang mit China gehen wird.
— Forderungen nach dem Verbrenner-Aus-Aus erreichen uns jetzt auch aus der Union
und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall.
Guten Morgen und willkommen bei Industrie und Handel – heute zum ersten Mal von
mir, Tom Schmidtgen.
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@herrkloeckner
THEMA DES TAGES
RAN AN DIE RICHTLINIE: Die Bundesregierung hat erstmals deutlich gemacht, wie
sie die EU-Lieferkettenrichtlinie entschärfen will: bei der Haftung von Managern
und Unternehmern sowie den indirekten Folgen für kleine und mittlere Firmen.
„Wir wollen keine zivilrechtlichen Haftungsregeln“, sagte Stefan Rouenhoff,
Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, zu Laura Hülsemann
und Romanus Otte.
Nicht abwälzen: „Und es sollte sichergestellt werden, dass unmittelbar vom
Gesetz betroffene große Unternehmen ihre rechtlichen Verpflichtungen nicht
einfach auf mittelständische Zulieferer abwälzen können.“
Union und SPD wollen das deutsche „Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“
abschaffen. Zu der EU-Richtlinie vereinbarte die Koalition aber nur, sich für
eine „bürokratiearme Lösung insbesondere für kleine und mittelständische
Unternehmen“ einzusetzen.
Rouenhoff wird deutlich: „Es muss Schluss sein mit überzogenen Vorgaben für
unsere Wirtschaft.“ Damit die EU-Richtlinie für Unternehmen gangbar werde, seien
noch „wesentliche Erleichterungen nötig“.
Vorschlag aus Brüssel: Der Entwurf eines Parlamentsberichts, der unserer
Kollegin Marianne Gros exklusiv vorliegt, schlägt weitere Abschwächungen vor.
Er besagt, dass nur Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern und einem
Nettoumsatz von mindestens 450 Millionen Euro unter die Richtlinie fallen
sollen. Zuvor hatte die Kommission den Anteil der betroffenen Firmen über
Schwellenwerte bereits um 80 Prozent verringert.
Rouenhoffs Skepsis: Wenn die Richtlinie nur für große Unternehmen gilt, sie dann
aber die gesamte Lieferkette überwachen sollen, würden die daraus resultierenden
Pflichten auch die kleineren Zulieferer und deren Zulieferer treffen.
Was will Bas? Unklar ist, ob das SPD-geführte Arbeitsministerium da mitgeht. Ein
Sprecher von Bärbel Bas verwies auf Anfrage nur auf die Ziele des
Koalitionsvertrages.
Merz und Macron hatten sogar die völlige Abschaffung der EU-Richtlinie ins Spiel
gebracht. In diese Kerbe schlägt jetzt auch der Arbeitgeberverband
Gesamtmetall.
„Ich finde, das muss komplett fallen“, sagte Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf zu
Romanus. „Nicht nur das deutsche Gesetz, auch die EU-Richtlinie.“
„Wenn das nicht gelingt, müssen auf jeden Fall die Gültigkeit für die gesamte
Lieferkette und die persönliche Haftung für Vorstände, Geschäftsführer und
Aufsichtsräte raus“, forderte Wolf.
G7-GIPFEL
TEAMBUILDING: Friedrich Merz reist am Sonntag in die Berge Kanadas. In
Kananaskis im Bundesstaat Alberta nimmt der Kanzler zum ersten Mal an einem
G7-Gipfel teil.
Hauptziel seit Trump II: Kein Streit, kein Eklat. Die G7 soll unbedingt eine
Gruppe der SIEBEN bleiben, hört Romanus aus der Bundesregierung. Ein „1 gegen 6“
darf es nicht geben, heißt es.
Kanadas Gastgeber Mark Carney hat dafür eine Taktik. Statt einer großen
Abschlusserklärung soll es sieben Dokumente zu Themenblöcken geben.
Die sieben Themen: Kritische Rohstoffe, Waldbrände, Migration & Schmuggel,
Künstliche Intelligenz, Quantencomputer, finanzielle Partnerschaften sowie
transnationale Übergriffe.
Der Plan: Statt über den Klimawandel über Waldbrände reden, die auch in den USA
wüten. Und die Themen Handel und Zölle sind zwar vermintes Gelände, aber an
Rohstoff-Deals hat auch Trump Interesse.
Zu Rohstoffen und Energie hat Kanada einen Aktionsplan vorbereitet. Ziel: Mit
Geld der G7 mehr Rohstofflager in Ländern des Globalen Süden zu erschließen.
Dies soll Abhängigkeiten – vor allem von China – verringern. Dazu geladen sind
unter anderem die Regierungschefs aus der Ukraine, Brasilien, Mexiko, Süd-Korea,
Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Das trifft die Sorgen der deutschen Industrie: Der Verband Deutscher Maschinen-
und Anlagenbau (VDMA) hat ein Papier vorgelegt, in dem ein kritischerer Umgang
mit der Volksrepublik gefordert wird. „China spielt unfair“, sagt VDMA-Präsident
Bertram Kawlath. Die Bundesregierung müsse sich für die Einhaltung fairen
Wettbewerbs einsetzen.
Apropos unfair: Trump drohte im Vorfeld des Gipfels mit der Erhöhung der
Autozölle und stichelte gegen Deutschland. „Ich bin sicher, dass Europa und
Deutschland begeistert sein werden“, sagte er am Donnerstag. „Es ist okay einen
Mercedes zu haben, aber sie werden ihn hier bauen müssen.“
Mixed Signals: Finanzminister Scott Bessent hingegen betonte, die 90-tägige
Frist für ein Handelsabkommen mit der EU könnte verlängert werden.
America first: Eröffnet wird der Gipfel mit einem Ausblick auf die
Weltwirtschaft. Trump darf zuerst reden, hört Romanus. Dann werde sich auch Merz
„schnell einbringen”.
VERBRENNER-VERBOT
RÜCKWÄRTSGANG: Die Union will Lockerungen für die Autoindustrie. „Als
CDU/CSU-Fraktion halten wir es für sinnvoll, die Flottengrenzwerte zeitlich zu
strecken“, sagte Verkehrspolitiker Christoph Ploß zu Laura.
Die Fraktion stütze den VDA-Vorschlag „um die angeschlagene Automobilindustrie
nicht noch zusätzlich zu belasten“, so Ploß. Der Autoverband hatte gefordert,
das Verbrenner-Aus ab 2035 zu kippen, wie wir exklusiv berichtet hatten.
Die Union will „die Bedingungen für Biokraftstoffe und E-Fuels fairer
gestalten“, so Ploß. Er fordert, „CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus
eines Fahrzeugs zu bilanzieren“.
Das SPD-geführte Umweltministerium und die verkehrspolitische Sprecherin der
Sozialdemokraten, Isabel Cademartori, sehen das anders. Sie interpretiert den
Koalitionsvertrag als Bekenntnis zum Verbrennerverbot.
„Zu 100 Prozent muss das [Verbrennerverbot] weg“, fordert dagegen der
Arbeitgeberverband Gesamtmetall. „Wir müssen einsehen, dass viele Leute einfach
immer noch kein reines Elektrofahrzeug fahren wollen“, sagte Gesamtmetall-Chef
Stefan Wolf zu Romanus.
Wenn die Autoländer „Deutschland, Frankreich, Italien und vielleicht noch Polen
gegen das Verbrennerverbot 2035 einsetzen, kann dies Erfolg haben.“
„Wenn ich sage, ich bin technologieoffen, dann kann ich nicht einfach 2035 eine
Technologie beenden“, so der Chef des größten Arbeitgeberverbandes.
Kurzes Hoch: Bliebe das Verbrennerverbot 2035, dann „werden wir in der
Fahrzeugindustrie 2033 und 2034 eine riesige Sonderkonjunktur haben, weil sich
dann sehr viele Menschen noch einmal ein Auto mit Verbrennermotor kaufen“,
prophezeite Wolf.
Düstere Prognose: „2035 haben wir in der Autoindustrie dann einen extremen
Konjunktureinbruch. Das wäre für die Industrie, den Wohlstand und die
Arbeitsplätze verheerend.“
KONJUNKTUR
DIE INDUSTRIE LEBT AUF. Mehrere Institute und die OECD haben positive
Konjunkturprognosen für Deutschland vorgelegt. Konsens für 2025 ist jetzt ein
Mini-Wachstum von 0,3 Prozent, berichtet Romanus.
Im ersten Quartal überraschte die Wirtschaft mit starken 0,4 Prozent Wachstum.
In der Industrie waren es sogar 1,6 Prozent, stellt das RWI in Essen fest.
Auch die Wertschöpfung der Industrie ist erstmals seit 2023 wieder gestiegen.
Das verarbeitende Gewerbe profitiere von höheren Rüstungsausgaben.
Weitere Details gibt es hier.
VERTEIDIGUNGSINDUSTRIE
SICHERHEIT GEHT VOR: Am 9. Juli sollen sollen BMWE und BMVg dem Kabinett neue
Beschaffungsreformen vorlegen, wie unser Kollege Chris Lunday hört.
In diesem Zuge drängt die Industrie auf schnellere Verfahren. In einem Eckpapier
der Rüstungsverbände BDSV und BDLI, das POLITICO exklusiv vorliegt, werden
konkrete Maßnahmen genannt.
Der Vorstoß zielt auf ein eigenständiges Rüstungsbeschaffungsgesetz ab, das
jenseits des allgemeinen Vergaberechts schnelle und einfache Verfahren
ermöglicht.
Vorteile für Industriepartner: Ein stärkerer Einsatz von Vorhalteverträgen soll
die Lieferfähigkeit der Bundeswehr im Krisenfall absichern. Dabei handelt es
sich um Vereinbarungen mit Industriepartnern, die eine schnelle Produktion oder
Bereitstellung bestimmter Produkte bei Bedarf ermöglichen.
Das ganze Papier finden Sie hier.
INVESTITIONS-BOOSTER
NOCH KEIN OK: Michael Kretschmer, sächsischer Ministerpräsident, verlangt beim
Investitionspaket Nachverhandlungen. „Die Steuerausfälle von Ländern und
Kommunen müssen ausgeglichen werden”, fordert der CDU-Politiker im Gespräch mit
Jürgen Klöckner und Tom Schmidtgen.
Optimistisch: Zwei Drittel der Steuerausfälle durch die Sonder-Abschreibungen
würde nicht der Bund tragen, sagte Kretschmer. Über die konkreten Maßnahmen
werde noch verhandelt. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir eine Einigung bis
zum 11. Juli erzielen und keinen Vermittlungsausschuss brauchen.“ Am 11. Juli
sollen die Länder zustimmen.
Heute verhandelt der Bundesrat erstmals über das Investitionspaket der
Bundesregierung. Kommenden Mittwoch treffen sich die Landesfürsten erneut zur
Ministerpräsidentenkonferenz – diesmal mit Merz. Sachsen hat den Vorsitz.
Beschluss ist keine Formsache: Die Länder haben Nachverhandlungen verlangt, weil
sie die Steuerausfälle nicht tragen wollen. Kommt es zu keiner Einigung,
verzögert sich Merz’ Wirtschaftswende.
ZÖLLE
WARSCHAUER WOCHENENDE: Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im
Europäischen Parlament, will beim Treffen zwischen Abgeordneten des
US-Kongresses und des Europäischen Parlaments am 14. und 15. Juni in Warschau
die Rechtmäßigkeit der US-Zölle besprechen.
Den Kongress bei der Ehre packen: „Natürlich geht es darum, die
ungerechtfertigten Zoll Maßnahmen von Herrn Präsident Trump zu diskutieren“,
sagte er unserem Kollegen Gregor Schwung. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es
juristisch fraglich sei, ob nicht nur der Kongress statt des Präsidenten dazu
die Befugnis habe, so Lange.
Parlamentarier unter sich: Der Kongressabgeordnete Nathaniel Moran sagte unserem
Kollegen Julius Brinkmann in DC, er freue sich auf den „interparlamentarischen
Dialog, bei dem wir daran arbeiten werden, die Beziehungen zwischen der EU und
den USA zu stärken”.
PHARMAINDUSTRIE
DOPPEL-IMPFUNG: Der Impfstoffhersteller Biontech will seinen Konkurrenten
Curevac für rund 1,25 Milliarden Dollar (1,08 Milliarden Euro) kaufen, teilten
die Unternehmen am Donnerstag mit.
Die Bundesregierung freut sich über die Fusion, „wodurch ein neuer deutscher
Biotech-Champion mit beeindruckendem mRNA-Patentportfolio entstehen würde“,
sagte eine BMWE-Sprecherin zu Tom Schmidtgen.
Flashback in die Corona-Zeit: Das Ministerium ist über die Kreditanstalt für
Wiederaufbau aktuell mit 13 Prozent an Curevac beteiligt. 2020 ist der Bund mit
300 Millionen Euro eingestiegen und hielt damals 23 Prozent.
Die Regierung werde als Anteilseigner kein Veto einlegen. Eine finale
Entscheidung „hinsichtlich der Beteiligung der Kreditanstalt für Wiederaufbau am
Aktientausch”, sei aber noch nicht getroffen.
USA schauen noch drüber: Allerdings muss die Fusion von der US-Kartellbehörden
genehmigt werden. „Die Transaktion ist wettbewerbsfördernd“, sagte ein Sprecher
von CureVac unserer Kollegin Francesca Micheletti.
WAS WICHTIG WIRD
— INFLATION: Das Statistische Bundesamt gibt heute um 8 Uhr die Inflationsrate
für Mai und die Insolvenzzahlen für das erste Quartal bekannt.
— WIRTSCHAFTSWENDE: Das Investitionsprogramm der Bundesregierung wird heute im
Bundesrat besprochen. Die Länder fürchten 30 Milliarden Euro Steuerausfälle.
— PARKETT: Am Nachmittag trifft sich Finanzminister Lars Klingbeil mit dem Chef
der Deutschen Börse Stephan Leithner auf dem Frankfurter Börsenparkett. Thema
soll die Bedeutung des Finanzplatzes sein.
— KONJUNKTUR: Um 9 Uhr stellt das DIW seine Konjunkturprognose vor. Eine Stunde
früher gibt das Statistische Bundesamt die Großhandelspreise für Mai 2025
bekannt, ein beliebter konjunktureller Frühindikator.
WEITERE NEWS
— Spionage: China will hat europäische Hersteller nach sensiblen Daten befragt,
bevor sie Seltene Erden und Magnete importieren durften. Das chinesische
Handelsministerium habe Unternehmen nach Kundenlisten und Produktionsdetails
gefragt, berichtet die Financial Times. Nur wer „vertrauliche Informationen“
teile, erhalte Exportgenehmigungen, so Frank Eckard, Geschäftsführer des
deutschen Magnetherstellers Magnosphere.
— Russisches Gas: Die EU-Kommission will per Gesetze alle Gasimporte aus
Russland bis Ende 2027 verbieten. Einen entsprechenden Vorschlag soll bereits am
Dienstag eingebracht werden, wie das Handelsblatt berichtet. In diesem Zuge soll
vorbereitet werden, dass Flüssigerdgas (LNG) aus den USA importiert werden kann.
Der Vorschlag kann angenommen werden, auch wenn nicht alle EU-Staaten zustimmen.