BERLIN – Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel
Macron haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen zum Auflockern des Verbrenner-Aus
und zu „Made in Europe“ für Autos geeinigt, teilten beide Regierungen in einer
gemeinsamen Erklärung mit.
„Unser Kurs bleibt unverändert: Wir streben eine deutliche Senkung der
CO2-Emissionen an und stärken zugleich Europas Kapazitäten für die Entwicklung
und Fertigung der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen“, heißt es in der
Erklärung.
Die beiden Regierungen wollen „mit ihren europäischen Partnern zügig auf eine
Einigung hinarbeiten“. Das Paket verbinde „einen ehrgeizigen europäischen
Dekarbonisierungspfad mit der nötigen regulatorischen Flexibilität, um
unterschiedlichen Marktgegebenheiten und Technologieoffenheit Rechnung zu
tragen“.
Damit haben sich Berlin und Paris auf das gemeinsame Papier (hier) verständigt,
über das POLITICO bereits berichtet hat.
Umweltminister Carsten Schneider hatte die Einigung jedoch zunächst mit einem
Brief an Kanzler Friedrich Merz am Mittwoch aufgehalten. Darin verlangte der
SPD-Minister mehr Konditionierung für grünen Stahl, erzählten mehrere Beteiligte
POLITICO. Am Freitagmorgen gab es Gespräche der SPD-Minister über das weitere
Vorgehen. Im Anschluss daran gab Schneider seinen Widerstand schließlich auf.
Aus Kreisen des Umweltministeriums hieß es, die Beschaffung von grünem und
recyceltem Stahl könne man auch national regeln.
„Mir war wichtig, dass wir bei dieser Gelegenheit auch klima- und
industriepolitische Fortschritte für die Stahlindustrie erreichen“, sagte
Schneider in einer Mitteilung. „Es soll Anreize geben, damit Autos künftig mit
klimafreundlichem grünem Stahl gebaut werden.“
Laut dem Abkommen würde Deutschland strengere „Made in Europe“-Kriterien für den
Automobilsektor im „Industrial Accelerator Act“ akzeptieren, auf die Frankreich
gedrängt hat, im Gegenzug wird das Verbrennerverbot weiter aufgeweicht, eine der
langen Forderungen Berlins.
„Wir wollen nicht, dass in Deutschland nur noch Komponenten aus Asien
zusammengeschraubt werden, sondern dass entscheidende Komponenten hier
entwickelt und hier produziert werden“, sagte Vizekanzler und Finanzminister
Lars Klingbeil in einer Mitteilung. „Dazu gehört auch die Batteriezellfertigung
und alles, was wir für deutsche E-Autos brauchen. Er verspricht der
Autoindustrie „mehr ‚made in Germany’ und ‚made in Europe’“. Nun seien die
Automobilhersteller in der Verantwortung, „in die Zukunft der deutschen
Standorte zu investieren und Arbeitsplätze zu sichern“, so Klingbeil.
Derzeit sieht das Ziel der EU vor, dass Unternehmen die Emissionen von
Verbrennungsmotoren bis 2035 um 100 Prozent gegenüber dem Niveau von 2021
senken, wobei sie die Möglichkeit haben, sich durch Initiativen wie
Ausgleichsmaßnahmen und Investitionen einen Spielraum von 10 Prozent bei den
Emissionen zu „erwerben“.
Im Rahmen des vorgeschlagenen Abkommens wollen Frankreich und Deutschland das
Ziel für 2035 auf 90 Prozent absenken und im Gegenzug für Investitionen in
alternative Kraftstoffe einen zusätzlichen Spielraum von 10 Prozent einräumen
(was insgesamt 80 Prozent ergibt).
Jordyn Dahl und Georgio Leali haben zu diesem Artikel beigetragen.
Tag - Energie & Klima
BRÜSSEL — Frankreich und Deutschland konnten sich am Donnerstag nicht auf einen
gemeinsamen Standpunkt zum Geltungsbereich der künftigen „Made in
Europe“-Vorschriften der Union sowie zu größerer Flexibilität bei der
Reduzierung der CO2-Emissionen und zum Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035
einigen.
Der Entwurf des Gegenseitigkeitsabkommens, über den POLITICO erstmals im Juli
berichtet hatte, stellt eine bedeutende Annäherung zwischen den beiden Ländern
dar und sollte eigentlich in Kürze unterzeichnet werden. Am Donnerstagabend
geriet das Abkommen jedoch ins Stocken, da der Koalitionspartner SPD Einwände
erhob. Befürchtet wurde, dass wichtige Umweltziele gestrichen worden seien.
„Eine endgültige Einigung steht noch aus“, erklärte ein Sprecher der deutschen
Bundesregierung.
Anfang dieser Woche hatte der französische Präsident Emmanuel Macron angedeutet,
dass nun Deutschland am Zug sei. „Auf der anderen Seite des Rheins gibt es
politische Zwänge, und ich respektiere die Koalitionsgespräche voll und ganz“,
sagte Macron am Montag am Rande des Pariser Autosalons.
Gemäß den Bedingungen des vorgeschlagenen Abkommens würde Deutschland strengere
„Made in Europe“-Kriterien für den Automobilsektor im „Industrial Accelerator
Act“ akzeptieren, auf die Frankreich gedrängt hat, im Gegenzug für eine
Abschwächung des Verbots von Verbrennungsmotoren, einer der langfristigen
Forderungen Berlins.
„Angesichts der erheblichen technologischen, wirtschaftlichen und geopolitischen
Veränderungen seit der Einführung des bestehenden Rechtsrahmens sollte das
Automobilpaket ein besseres Gleichgewicht zwischen Klimazielen, industrieller
Wettbewerbsfähigkeit, technologischer Entwicklung und der Stärkung der
europäischen Wertschöpfung herstellen“, schrieben die beiden Länder in einem
POLITICO vorliegenden Vertragsentwurf.
„Auf der Grundlage der deutsch-französischen Ministerräte in den Jahren 2025 und
2026 schlagen Deutschland und Frankreich daher ein ausgewogenes
Verhandlungspaket vor, das ehrgeizige CO2-Reduktionsziele mit zusätzlicher
Flexibilität und gezielten Anreizen für die europäische Wertschöpfung
verbindet“, heißt es in der Vereinbarung weiter.
Derzeit sieht das Ziel der EU vor, dass Unternehmen die Emissionen von
Verbrennungsmotoren bis 2035 um 100 Prozent gegenüber dem Niveau von 2021
senken, wobei sie die Möglichkeit haben, sich durch Initiativen wie
Ausgleichsmaßnahmen und Investitionen einen Spielraum von 10 Prozent bei den
Emissionen zu „erwerben“.
Im Rahmen des vorgeschlagenen Abkommens wollen Frankreich und Deutschland das
Ziel für 2035 auf 90 Prozent absenken und im Gegenzug für Investitionen in
alternative Kraftstoffe einen zusätzlichen Spielraum von 10 Prozent einräumen
(was insgesamt 80 Prozent ergibt).
Entscheidend für die Stahlhersteller und die linke SPD in Deutschland wäre, dass
das deutsch-französische Abkommen die Investitionspflicht für „grünen Stahl“
abschaffen und damit einen wichtigen Anreiz beseitigen würde.
„Das zerstört den Leitmarkt für die Stahlindustrie“, erklärte ein Lobbyist der
Branche gegenüber POLITICO unter der Bedingung der Anonymität, um über dieses
heikle Thema sprechen zu können. Da der Vertragsentwurf keinen Druck auf die
Automobilhersteller ausübe, „grünen Stahl“ zu beziehen, werde dieser dadurch zu
einem „nice-to-have“-Extra, erklärte die Person.
Als Zugeständnis an Berlin wird im Vertragsentwurf betont, dass der sogenannte
„Utility-Faktor“ – mit dem die Emissionen von Plug-in-Hybridfahrzeugen anhand
des Verhältnisses zwischen der Nutzungshäufigkeit des Elektromotors und des
Verbrennungsmotors berechnet wird – auf der Grundlage von Laborergebnissen und
nicht, wie von der Kommission gefordert, anhand von Daten aus dem realen
Fahrbetrieb ermittelt werden sollte. Diese Änderung wird den
Automobilherstellern helfen, mehr Plug-in-Hybride zu verkaufen und gleichzeitig
die übergeordneten Emissionsziele zu erreichen.
Als Gegenleistung für diese Emissionszugeständnisse schloss sich Deutschland der
Forderung Frankreichs an, den Geltungsbereich der „Made in Europe“-Regelungen im
Rahmen des „Industrial Accelerator Act“ der EU in Bezug auf den Automobilsektor
einzuschränken.
Der Text gilt nur für die 27 EU-Mitgliedstaaten und wird unter bestimmten
Voraussetzungen auf das Vereinigte Königreich ausgeweitet.
Der EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné erklärte am Dienstag gegenüber
POLITICO, er unterstütze das Abkommen als Weg aus der Sackgasse, und fügte
hinzu, dass das Vereinigte Königreich derzeit die Voraussetzungen für das Label
„Made in Europe“ erfülle.
Die Vereinbarung könnte den Stillstand sowohl bei der CO₂-Verordnung als auch
beim IAA beenden, bei denen Frankreich und Deutschland bisher auf
gegensätzlichen Seiten standen. „Die Bestandteile dieses Gesamtpakets sollten so
schnell wie möglich und gleichzeitig verabschiedet werden“, schrieben die beiden
Länder.
Die britische Regierung begrüßte die mögliche Einbeziehung des Vereinigten
Königreichs in die „Made in Europe“-Vorschriften für Kraftfahrzeuge.
„Dies ist ein deutsch-französischer Vorschlag, und es muss noch ein europäischer
Prozess durchlaufen werden, aber sollte er bestätigt werden, begrüßen wir das
Ziel, das Vereinigte Königreich in den ‚Industrial Accelerator Act‘
einzubeziehen – das wäre eine gute Nachricht für die britische
Automobilindustrie sowie für die Arbeitsplätze und Investitionen, die sie im
gesamten Vereinigten Königreich sichert“, erklärte ein Sprecher von Downing
Street Nr. 10 in einer Stellungnahme.
Sollte der deutsch-französische Deal unterschrieben werden, muss es noch von den
anderen EU-Mitgliedstaaten und vom Europäischen Parlament gebilligt werden, die
derzeit über das „Industrial Accelerator Act“ und das Automobilpaket,
einschließlich der Emissionsziele für Automobilhersteller, beraten.
Carlo Martuscelli, Francesca Micheletti und Graham Lanktree haben zu diesem
Bericht beigetragen.
BERLIN – „Wir wollen, dass Rechenzentren sicher, bezahlbar und
umweltverträglich mit Energie versorgt werden. Voraussetzung für einen
zukunftsfähigen Rechenzentrumstandort ist daher ein leistungsfähiges und
flexibles Energiesystem“, heißt es in einem ersten Entwurf der
Rechenzentrumsstrategie von Anfang des Jahres. Er liegt POLITICO vor (hier).
Darin bekräftigt die Regierung den Anspruch „einer der führenden und attraktiven
Standorte für Rechenzentrumskapazitäten“ werden zu wollen. „Wir wollen die
Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens verdoppeln. Die
Rechenkapazitäten für KI wollen wir mindestens vervierfachen“, heißt es im
Entwurf.
2025 hatte Deutschland eine IT-Anschlussleistung von Rechenzentren von 2980
Megawatt (MW). Diese habe sich seit 2010 verdoppelt, so der Strategieentwurf.
Treiber des Hochlaufs seien Rechenzentren mit einer großen Rechenleistung von
mehr als 5 MW. Der Stromverbrauch der Rechenzentren lag vergangenes Jahr bei
rund 21 Terawattstunden (TWh) – das sind vier Prozent des gesamten Verbrauchs.
Im Energiebereich listet der Strategieentwurf knappe Anschlusskapazitäten im
Stromnetz und hohe Strompreise als größte Schwächen des Rechenzentrumsstandorts
Deutschland auf. Auch die systemische Integration in Strom- und Wärmenetze stehe
noch am Anfang. Einheitliche technische Anforderungen für den Netzanschluss
seien EU-weit zu definieren.
Wie der Bund gegen die Schwächen Deutschlands im Energiebereich vorgehen will
Um mehr Stromnetzanschlüsse für Rechenzentren sicherzustellen, soll unter
anderem das Windhundprinzip bei der Ausschreibung von Netzanschlüssen überdacht
werden. „Den Übertragungsnetzbetreibern sollte mehr Handlungsspielraum eröffnet
werden, Kapazitäten für Rechenzentren vorzuhalten“, steht im Entwurf. Auch die
Anschlussfrage von Batteriespeichern stehe auf dem Prüfstand.
Weiterhin sieht der Entwurf vor, dass es verbesserte Vergabeverfahren der
Verteilnetzbetreiber über freie Netzanschlusskapazität geben soll. „Es bedarf
Reservierungsmechanismen für Netzanschlusskapazität, die an den jeweiligen
Projektfortschritt anknüpfen“, heißt es im Entwurf der Strategie. Um das
Vergabeverfahren der Verteilnetzbetreiber zum Netzanschluss zu überarbeiten,
will die Bundesregierung zudem im ersten Quartal 2026 dazu Vorschläge machen.
Um EU-weit technische Anforderungen für den Netzanschluss anzustoßen, sollen
außerdem Stromnetzbetreiber der Hoch- und Höchstspannung „möglichst schnell
gemeinsam mit der Branche“ diese Anforderungen für den Netzanschluss entwickeln.
Rechenzentren sollen Strompreiskompensation nutzen können
Um wettbewerbsfähigere Strompreise für Rechenzentren anzutreiben, sollen sie von
der Strompreiskompensation profitieren können. „Die Bundesregierung setzt sich
wie im Koalitionsvertrag vereinbart gegenüber der Europäischen Kommission für
eine Einbeziehung von Rechenzentren in die Strompreiskompensation ein.“
Darüber hinaus sollen Rechenzentren bei der Ausgestaltung der
Netzentgeltsystematik im AgNES-Prozess der Bundesnetzagentur berücksichtigt
werden, heißt es im Entwurf.
Abwärme soll steuerfrei werden
Damit Deutschland ein Standort für nachhaltige Rechenzentren wird, die
vollständig mit erneuerbarem Strom versorgt werden und energieeffizient sind,
strebt die Bundesregierung weitere Maßnahmen an.
Das Problem der Abwärme soll durch eine Steuerbefreiung – im Gespräch mit der
Europäischen Kommission – gelöst werden. Bisher stellen viele Betreiber von
Rechenzentren ihre Abwärme kostenlos zur Verfügung, müssen aber auf die Abgabe
Steuern zahlen. „Die Bundesregierung wird sich daher bei der Europäischen
Kommission dafür einsetzen, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, um die
steuerfreie Abgabe von Abwärme rechtlich zu ermöglichen.“
FRANKFURT (MAIN) – Für die Beteiligungen des Bundes an den Energieunternehmen
Uniper und Sefe gibt es konkretes Interesse von Investoren. „Ich nehme mit
Interesse zur Kenntnis, dass beide Unternehmen als interessant, als attraktiv
eingeschätzt werden“, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche am Mittwoch
bei einer Investorenkonferenz zu Energie und Infrastruktur in Frankfurt.
Details wollte sie nicht nennen: „Ob und mit welchen Investoren wir dazu
sprechen, das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen“, so die Ministerin.
„Aber dass große Player, gut aufgestellte Player in der Energiewelt“
interessiert sind“, sei „nach den Krisen ja auch ein gutes Zeichen“.
Sefe ist die frühere Gazprom Germania. Nach Russlands Angriff auf die Ukraine
und dem einseitigen Gaslieferstopp hatte der Bund Sefe verstaatlicht und sich
an Uniper im Zuge einer Rettungsaktion beteiligt. Dafür hatte der Bund zusammen
rund 20 Milliarden Euro aufgewendet. Die EU hat Deutschland auferlegt, beide
Beteiligungen bis 2028 auf einen Anteil von höchstens 25 Prozent plus einer
Aktie zu verringern.
Zuletzt hatte das Wirtschaftsministerium im September erklärt, die
Bundesregierung prüfe mehrere Optionen für Sefe und Uniper. Als eine Möglichkeit
gilt auch ein Zusammenschluss beider Unternehmen.
Die Investorenkonferenz wird zum zweiten Mal nach 2024 von der staatlichen
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Deutschen Bank veranstaltet. Zu den
Teilnehmern gehören 50 institutionelle Investoren, die zusammen über zehn
Billionen Euro investiertes Kapital managen. Deutsche Bank-CEO Christian Sewing
und KfW-Chef Stefan Wintels berichteten von großem Interesse globaler Investoren
am Standort Deutschland. Die Konferenz sei überbucht. Das gelte auch für Slots
für bilaterale Gespräche, ein Kernbestandteil des Treffens.
BRÜSSEL – Die Umweltminister der Europäischen Union haben sich darauf geeinigt,
das für 2040 vorgeschlagene Ziel zur Senkung der Treibhausgasemissionen
abzuschwächen und einen neuen Klimaplan für 2035 aufzustellen.
Nach einem Verhandlungsmarathon, der sich über den ganzen Dienstag und bis in
den Mittwochmorgen erstreckte, verabschiedeten die Minister einstimmig den
längst überfälligen Klimaplan der EU und bewahrten den Staatenbund damit vor der
internationalen Blamage, beim COP30-Gipfel in diesem Monat mit leeren Händen
dazustehen.
Der Plan, der im Rahmen des Pariser Abkommens erforderlich ist, setzt das neue
Ziel, die EU-Emissionen bis 2035 zwischen 66,25 und 72,5 Prozent unter das
Niveau von 1990 zu senken.
Dieser Plan ist nicht rechtsverbindlich, gibt aber die Richtung der
EU-Klimapolitik für die kommenden fünf Jahre vor. Das Programm ähnelt einer
informellen Erklärung, die die EU im September auf einem Klimagipfel in New York
vorgelegt hat.
Die Minister verabschiedeten auch ein rechtsverbindliches Ziel für die Senkung
der Emissionen in der EU um 85 Prozent bis 2040. Fünf Prozent sollen durch die
Auslagerung von Emissionssenkungen ins Ausland durch den Kauf internationaler
Emissionszertifikate erreicht werden.
Darüber hinaus wäre es den Regierungen gestattet, Gutschriften zu verwenden, um
weitere fünf Prozentpunkte ihrer nationalen Emissionsreduktionsziele
auszulagern.
Die Minister stimmten auch einer weitreichenden Überprüfungsklausel zu, die es
der EU ermöglicht, ihr Ziel für 2040 in Zukunft anzupassen, wenn sich
herausstellt, dass die Klimapolitik negative Auswirkungen auf die Wirtschaft der
EU hat. Die Einigung sieht auch eine einjährige Verzögerung bei der Umsetzung
des neuen EU-Kohlenstoffmarktes für Heizungs- und Fahrzeugemissionen vor, der im
Jahr 2027 beginnen soll.
Ungarn, die Slowakei und Polen haben die 2040-Vereinbarung nicht unterstützt,
während Bulgarien und Belgien sich der Stimme enthielten. Der Rest der
EU27-Länder unterstützte es.
Die Gesetzgeber im Europäischen Parlament müssen sich nun auf ihren eigenen
Standpunkt zum Klimaziel 2040 einigen und mit dem Rat der EU verhandeln, bevor
das Ziel Gesetz wird.
Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch bei POLITICO.